VOM PROTEST ZUR POESIE - AUF DER SUCHE NACH ÄSTHETIK
Als ich 2013 bei meiner ersten Ausstellung raue Schwarz-Weiß -Aufnahmen der Berliner Maikrawalle zeigte, fragte mich ein Besucher: „Können Sie nicht etwas Schönes fotografieren?“ . Das Thema der Ausstellung war "Das Scheitern von Kommunikation in Gesellschaft" – und genau diese Frage stieß eine völlig neue Kommunikation an.
Obwohl meine Wurzeln zu dieser Zeit in der sozialkritischen Street- und Dokumentarfotografie lagen, nahm ich die Herausforderung an. Ich hinterfragte den Begriff der Schönheit im Visuellen. Inspiriert von den minimalistischen Welten von Michael Kenna und Hiroshi Sugimoto, tauchte ich tief in experimentelle Techniken ein. Langzeitbelichtungen, Filter und Mehrfachbelichtungen formten fortan meine Bildsprache, sowohl analog als auch digital.
Meine kreative Metamorphose brachte Werke hervor, die über Jahre exklusiv unter Vertrag standen. Die Suche bleibt jedoch lebendig – denn was wir als schön empfinden, ist kein fester Zustand, sondern ein sich stetig wandelnder Dialog zwischen Licht und Zeit.











